Unsere Praxis ist auf die tierärztliche Betreuung von Reptilien, Amphibien, Zierfischen und weiteren exotischen Tieren spezialisiert. Aufgrund der großen Artenvielfalt behandeln wir zahlreiche unterschiedliche Tierarten und berücksichtigen dabei die jeweils artspezifischen anatomischen, physiologischen und haltungsbedingten Besonderheiten.
Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über wichtige Tiergruppen, häufig vorgestellte Arten und typische Erkrankungen. Die genannten Beispiele stellen dabei keine vollständige Liste unseres Behandlungsspektrums dar und geben weder den vollständigen Umfang möglicher Erkrankungen noch deren zugehörige Symptome wieder.
Es werden lediglich häufige Beispiele aus der tierärztlichen Praxis beschrieben. Diese können jedoch nur im Rahmen einer tierärztlichen Untersuchung umfassend beurteilt und behandelt werden.
Gerade bei Reptilien und Amphibien stehen Erkrankungen häufig in engem Zusammenhang mit der Haltung, wie beispielsweise Beleuchtung, Ernährung, Einrichtung, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Wasserqualität, Hygiene usw. Deshalb gehören neben der Untersuchung des Tieres auch eine ausführliche Haltungsberatung zu einer umfassenden tierärztlichen Betreuung und sind ein besonderes Alleinstellungsmerkmal unserer spezialisierten Tierarztpraxis.
Wir behandeln alle Schlangenarten. Zu unseren
häufigen Patienten gehören Nattern wie die Kornnatter (Pantherophis
guttatus), Boas wie die Abgottschlange (Boa constrictor), Pythons
wie der Königspython (Python regius), Vipern wie die Gabunviper (Bitis
gabonica) sowie Giftnattern wie die Königskobra (Ophiophagus
hannah) und darüber hinaus zahlreiche weitere Schlangenarten.
Häufige Vorstellungsgründe sind Parasitosen, Erkrankungen
der Atemwege, Leber- und Nierenerkrankungen, Hauterkrankungen und
Tumorerkrankungen, die sich unter anderem durch Durchfall,
Gewichtsverlust, Futterverweigerung, Atemnot, Sekretausfluss aus Maul und Nase,
Abgeschlagenheit, Häutungsstörungen und verschiedenartige Schwellungen
äußern können.
Neben infektiösen Erkrankungen spielen auch nichtinfektiöse
Ursachen, insbesondere ungünstige Haltungsbedingungen, eine wichtige Rolle.
Diese können Erkrankungen unmittelbar begünstigen oder als sogenannte „Wegbereiter“
für Infektionserreger wirken.
Insbesondere erschwerte Atmung mit geöffnetem Maul,
deutlichem Atemaufwand oder Sekretaustritt aus Maul und Nase sollte
dringend tierärztlich abgeklärt werden.
Zu den echsenartigen Schuppenkriechtieren gehören zahlreiche unterschiedliche Tiergruppen. Dazu zählen unter anderem Agamen, Geckos, Chamäleons, Leguane, Warane, Skinke und weitere Echsen.
Zu unseren häufigen Patienten gehören beispielsweise Bartagamen (Pogona vitticeps), Leopardgeckos (Eublepharis macularius), Chamäleons wie das Pantherchamäleon (Furcifer pardalis) und das Jemenchamäleon (Chamaeleo calyptratus), Grüne Leguane (Iguana iguana), Steppenwarane (Varanus exanthematicus) sowie Blauzungenskinke (Tiliqua scincoides).
Auch hier spielen haltungsbedingte Erkrankungen eine besonders große Rolle. Daher beurteilen wir im Rahmen der Untersuchung insbesondere die Beleuchtung mit besonderem Augenmerk auf die UVB-Versorgung, die Ernährung einschließlich Supplementierung, die Einrichtung inklusive Bodengrund sowie jahreszeitliche Schwankungen, beispielsweise die Winterruhe.
Viele Erkrankungen stehen in direktem Zusammenhang mit der Haltung:
Bewegungsunlust, Schwäche oder Zittern: Eine unzureichende UVB-Versorgung und mangelnde Calciumzufuhr können zu Stoffwechsel- und Skeletterkrankungen führen. Die Aussage „Ich habe eine UV-Lampe aus dem Zoogeschäft“ bedeutet dabei nicht zwangsläufig, dass eine ausreichende UVB-Versorgung gewährleistet ist. Entscheidend sind die technische Eignung und die tatsächliche UV-Leistung der verwendeten Lampe. Eine geeignete Metalldampflampe stellt hierfür bei vielen tagaktiven Reptilien eine bewährte Möglichkeit dar.
Gewichtsverlust und Durchfall: Parasitosen können durch fehlende Kotuntersuchungen und unzureichende Quarantäne unentdeckt bleiben.
Atemnot und Sekretausfluss aus Nase und Mund: Diese können Anzeichen einer Atemwegserkrankung sein und beispielsweise durch eine Schwächung des Immunsystems infolge des Ausbleibens der Winterruhe begünstigt werden.
Haut- und Häutungsprobleme: Diese können unter anderem mit einem ungeeigneten Bodengrund (z. B. Pinienrinde) zusammenhängen.
Probleme mit Eibildung und Eiablage: Bei weiblichen Tieren werden diese sehr häufig beobachtet, insbesondere im Zusammenhang mit der Calciumversorgung, geeigneten Eiablagemöglichkeiten und der UVB-Versorgung.
Bitte beachten Sie, dass es zahlreiche weitere Symptome und Krankheitsbilder gibt, die nicht zwingend so wie hier beschrieben, sondern auch einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können und im Rahmen einer Onlineberatung oder vor Ort in der Praxis beurteilt werden müssen.
Chamäleons – besonders anspruchsvolle Patienten
Chamäleons reagieren sehr empfindlich auf Haltungsfehler, Stress und Transport. Eine korrekte Kombination aus Beleuchtung, Feuchtigkeit, Temperaturverlauf, Belüftung und Bepflanzung ist entscheidend für ihre Gesundheit.
Warnzeichen sind unter anderem eine dauerhaft dunkle oder sehr blasse Färbung, eingeschränkte Futteraufnahme, geschlossene Augen am Tag, Koordinationsstörungen, geschwollene Gelenke, Maulveränderungen sowie vermehrtes Sitzen am Boden.
Wir nehmen uns für Chamäleon-Patienten besonders viel Zeit, um Stress zu minimieren, und beraten Sie detailliert zu allen Aspekten der Haltung und Prophylaxe.
Wir behandeln Landschildkröten, Wasser- und Sumpfschildkröten sowie weitere Schildkrötenarten.
Landschildkröten
Zu unseren häufigen Patienten gehören beispielsweise Griechische Landschildkröten (Testudo hermanni), Maurische Landschildkröten (Testudo graeca), Breitrandschildkröten (Testudo marginata) und Vierzehenlandschildkröten (Testudo horsfieldii).
Auch bei Landschildkröten spielen haltungsbedingte Erkrankungen eine besonders große Rolle:
- Weicher oder verformter Panzer, Bewegungsstörungen: Eine unzureichende UVB-Versorgung, Calciumversorgung durch fehlende natürliche Sonneneinstrahlung und ungeeignetes Futter, wie beispielsweise Schildkrötensticks, können zu Stoffwechsel- und Skeletterkrankungen führen. Eine Haltung im Freilandgehege mit natürlicher Sonneneinstrahlung und Wiesenkräutern als Futter ist daher die wichtigste Voraussetzung.
- Gewichtsverlust, Durchfall, übelriechender Kot: Parasiten wie Würmer (Oxyuren) und pathogene Flagellaten können dazu führen. Eine regelmäßige Kotuntersuchung ist empfehlenswert.
- Probleme während der Winterstarre: Bei vielen europäischen Landschildkröten ist eine korrekt durchgeführte Winterstarre Bestandteil der artgerechten Haltung. Eine kontrollierte Überwinterung im Kühlschrank kann hierfür genutzt werden.
Wasser- und Sumpfschildkröten
Zu unseren häufigen Patienten gehören beispielsweise Schmuckschildkröten (Trachemys), Höckerschildkröten (Graptemys) und zahlreiche weitere aquatische Schildkrötenarten.
Häufige Vorstellungsgründe sind Panzer- und Hauterkrankungen, Augenveränderungen und Atemwegserkrankungen.
Panzer- und Hauterkrankungen: Eine unzureichende UVB-Versorgung durch fehlende Metalldampflampe, mangelnde Vitamin-A-Versorgung durch fehlende pflanzliche Kost und der Einsatz von Heizquellen im Wasser können die Entstehung von Panzer- und Hautveränderungen begünstigen.
Bitte beachten Sie, dass es zahlreiche weitere Symptome und Krankheitsbilder gibt, die nicht zwingend so wie hier beschrieben, sondern auch einzeln oder in unterschiedlichen Kombinationen auftreten können und im Rahmen einer Onlineberatung oder vor Ort in der Praxis beurteilt werden müssen.
Amphibien stellen eine besonders vielfältige Tiergruppe mit
teilweise sehr speziellen Ansprüchen an Haltung und Umweltbedingungen dar. Zu
unseren Patienten gehören unter anderem Frösche, Kröten, Molche, Salamander
und Axolotl.
Taxonomisch gehören die in der Heimtierhaltung relevanten
Arten überwiegend zu den Froschlurchen (Anura) und Schwanzlurchen
(Caudata).
Froschlurche (Anura)
Hierzu gehören beispielsweise Pfeilgiftfrösche,
Laubfrösche, Kröten, Hornfrösche und weitere Froschlurcharten.
Bei Froschlurchen können insbesondere Parasitosen zu
Haut- oder Magen-Darm-Erkrankungen führen, die sich beispielsweise durch Gewichtsverlust
und Durchfall äußern können.
Schwanzlurche (Caudata)
Zu den Schwanzlurchen gehören unter anderem Salamander,
Molche und Axolotl (Ambystoma mexicanum).
Auch bei diesen Tieren können Wasserqualität, Temperatur,
Ernährung und Besatzdichte einen erheblichen Einfluss auf den
Gesundheitszustand haben.
Häufige Vorstellungsgründe sind:
- Haut- und Kiemenveränderungen: durch parasitäre Einzeller oder bakterielle Erreger.
- Verletzungen: beispielsweise durch Partnertiere.
- Magen-Darm-Erkrankungen mit Gewichtsverlust: durch Magen-Darm-Parasiten wie Flagellaten.
- Erschwertes Abtauchen: beispielsweise durch Bodengrund wie Kies, der zu Verstopfungen führen kann.
Auch hier besteht eine große Abhängigkeit von den Haltungsparametern,
wie Wasserqualität anhand der Wasserwerte, Fütterung sowie der Einrichtung
einschließlich Bodengrund.
Wir betreuen Süß- und Meerwasserfische sowohl als
Einzeltiere als auch in Fischbeständen.
Häufige Vorstellungsgründe sind Haut- und
Kiemenerkrankungen durch Parasitosen und bakterielle Erreger, Verletzungen
sowie Erkrankungen infolge ungeeigneter Wasserparameter.
Auffällige Symptome können Fressunlust, Abmagerung,
verändertes Schwimmverhalten, Scheuern, erschwerte Atmung sowie Flossen- und
Hautveränderungen sein.
Bei Fischbeständen sind insbesondere Wasserqualität,
Temperatur, Sauerstoffversorgung, Filterung, Besatzdichte und Fütterung von
Bedeutung.
Bitte bringen Sie bei Problemen nach Möglichkeit eine frische
Wasserprobe aus dem Aquarium sowie aktuelle Messwerte mit.
Neben Reptilien, Amphibien und Zierfischen betreuen wir auch weitere exotische Tierarten und Wirbellose.
Hierzu können beispielsweise Vogelspinnen, Skorpione, Tausendfüßer, Hundertfüßer und verschiedene Insektenarten gehören, wobei Häutungsprobleme und Verletzungen insbesondere im Zusammenhang mit der Haltung dominieren.
Haben Sie Ihre Tierart nicht gefunden?
Kein Problem. Der vorherige Überblick zeigt nur einen kleinen Ausschnitt der in unserer Praxis behandelten Tierarten. Wir behandeln nahezu alle Reptilien, Amphibien, Zierfische und Wirbellose.
Bitte bringen Sie nach Möglichkeit Informationen zu Terrarium, Aquarium oder Gehege, insbesondere zu Beleuchtung, Größe, Einrichtung (Bodengrund etc.) und Fütterung inklusive Supplementierung mit. Bei aquatischen Tieren, insbesondere Amphibien, sind genaue Wasserwerte von besonderer Bedeutung.
Da Parasiten bei nahezu allen Tierarten eine Rolle spielen können und ein Befall nicht immer mit sichtbaren Krankheitszeichen einhergeht, empfehlen wir, zu jedem Termin eine möglichst frische Kotprobe zur parasitologischen Untersuchung mitzubringen. Sollte keine Kotprobe vorliegen, können wir in der Praxis bei Bedarf durch einen kleinen Einlauf bei der Gewinnung einer Kotprobe nachhelfen. Weitere Informationen finden Sie auch unter Kontakt & Anfahrt.